Professorin Dr. Carmen Leicht-Scholten engagiert sich für das Thema soziale Verantwortung von Ingenieurinnen udn Ingenieuren

Soziale Verantwortung von Ingenieurinnen und Ingenieuren

Carmen Leicht-Scholten ist ganz in ihrem Element: Mit der nötigen Freiheit durch Headset und Laserpointer ausgestattet durchquert sie den Raum hinter dem Rednerpult von rechts nach links. Sie spricht engagiert und schnell. Immer wieder unterbricht sie ihren Vortrag durch Fragen an die angehenden Ingenieur/-innen und Technikjournalist/-innen der Hochschule Bonn-Rhein Sieg, nimmt deren Einschätzungen und Fragen auf und entwickelt so zusammen mit dem Auditorium das Thema ihres Vortrags: Die soziale Verantwortung von Ingenieurinnen und Ingenieuren.

Damit lebt die Professorin der RWTH Aachen die zentrale Botschaft ihres Vortrags am 28. Juni quasi vor: Ja, Ingenieurinnen und Ingenieure haben insbesondere in einer Zeit, in der die Technik unser aller Leben immer mehr durchdringt, auch eine soziale Verantwortung. Dieser gerecht zu werden, ist aber gar nicht so schwer: Möglichst viele und unterschiedliche gesellschaftliche Gruppierungen sollten beteiligt werden, wenn etwa Ideen zu den Funktionalitäten von Smart Homes entwickelt und erste Umsetzungen diskutiert werden.

EU-Konzept Responsible Research and Innovation

Mit ihren Thesen ist die Inhaberin der sogenannten Brückenprofessur für Gender und Diversity in den Ingenieurwissenschaften nicht allein. Sie weiß sogar die EU-Kommission hinter sich. Denn diese hat im Zuge der Entwicklung des bald auslaufenden Europäischen Forschungsrahmenprogramms Horizon 2020 das Konzept für „Responsible Research and Innovation (RRI)“ ausgearbeitet. Auf einer eigenen Website werden die sechs normativen Richtlinien der RRI erläutert und Umsetzungsszenarien aufgezeigt: Ethik, Gleichstellung der Geschlechter, Unternehmensführung mit geteilter Verantwortung, freier Zugang zu wissenschaftlichen Erkenntnissen, aktive Einbeziehung der Bürger/-innen in Forschungs- und Entwicklungsprozesse und entsprechende Bildung, die sie hierzu in die Lage versetzt.

Der normativer Rahmen für RRI: Ethik, Gleichberechtigung der Geschlechter, Regierung, offener Zugang, öffentliches Engagement und naturwissenschaftliche Ausbildung

Die Leitlinien des Resposible Research and Innovation-Konzepts (RRI), Quelle: RRI-Toolkit, rri-tools.eu

Ethik-Grundsätze des Vereins Deutscher Ingenieure

Doch auch auf deutscher Ebene hat die Professorin Rückendeckung. Sie wirft die Ethischen Grundsätze des Ingenieurberufs des VDI (Verein Deutscher Ingenieure) an die Wand, und es entsteht der Eindruck, dass manch eine/r staunt, als er oder sie dort liest, Ingenieure und Ingenieurinnen sollten nachhaltige Lösungen und sinnvolle Entwicklungen vorantreiben und sich ihres Handelns in technischer, gesellschaftlicher, ökonomischer und ökologischer Sicht bewusst sein. Sie sollten fach- und kulturübergreifend über Wertevorstellungen diskutieren und sich zur ständigen Weiterbildung verpflichten. Leicht-Scholten konstatiert nüchtern: „Die Leitlinien zur sozialen Verantwortung von Ingenieurinnen und Ingenieuren sind da; es kennt sie nur keiner.“ Daher ist es ihr Anliegen, diese in Ausbildung und Studium zu verankern.

Diverse Crash-Test Dummys

Hierbei ist der Professorin qua ihrer Denomination die Berücksichtigung diverser Bedürfnisse an die Technikentwicklung besonders wichtig. Sie erläutert dies anhand des bekannten, aber sehr einleuchtenden Beispiels von Crash-Test Dummys. Die Position der Autogurte orientierte sich zunächst an einem 80 Kilogramm schwerer Durchschnitts Mann, und bot damit vielen, die dieser Norm nicht entsprachen, keinen Schutz, sondern war vielmehr gefährlich (wie z.B. für schwangere Frauen). Mittlerweile gibt es unterschiedliche Dummies, die die Proportionen von Männern, Frauen und Kindern, kleinen und großen Menschen wiedergeben und dadurch zu mehr Sicherheit für alle führen. Ein Team aus diversen Entwickler/-innen hätte vielleicht eher ein Gurtsystem entwickelt, das verschiedenen Körpergrößen, Geschlechtern und Proportionen angepasst ist, so die Gender- und Diversity-Expertin.

Lösungen durch Dialog

Ingenieur/-innen, die ihre Verantwortung in der Gesellschaft aktiv gestalten, sollten sich also fragen wer ihre Produkte anwenden wird. Zusätzlich könnten sie ihre Anwender/-innen fragen, welche Wünsche sie an eine neue technische Entwicklung haben. Dies ist insbesondere bei den großen gesellschaftlichen Herausforderungen, wie Globalisierung, Klimawandel und Ressourcenknappheit, neue Arbeitsformen durch Digitalisierung oder weltweite Gesundheit, von Bedeutung. In anderen Ländern, wie den USA, ist man hier schon weiter, so Leicht-Scholten. Aber auch deutsche Unternehmen, die international agieren, haben sich dem Konzept der verantwortungsvollen Forschung und Technologie-Entwicklung verschrieben. „In meine Vorlesungen lade ich gerne  Personalverantwortliche großer international agierender Unternehmen ein“, berichtet die Professorin, „diese erklären den Studierenden dann, welchen Mehrwert dies für das Unternehmen hat: Stärkung der Glaubwürdig- und Innovationsfähigkeit sowie Wettbewerbsfähigkeit durch ein Alleinstellungsmerkmal. Umgekehrt ermuntert sie die angehenden Ingenieur/-innen, nach den Ethik-Regeln eines Unternehmens zu fragen, wenn sie sich dort bewerben.

Deutscher Ethik-Rat ohne Ingenieur/-innen

Noch hat auch die Politik Ingenieurinnen und Ingenieure offenbar nicht als potenzielle Ratgeber/-innen bei ethischen Fragen entdeckt. Und es bedarf gefühlt sieben Antworten der Studierenden auf die Frage, wer aus ihrer Sicht im Deutschen Ethikrat sitzen sollte, bis zuletzt eine Studentin auf die Idee kommt, dass ein Ingenieur oder eine Ingenieurin doch auch dazu gehören sollte. „Fehlanzeige“, löst Leicht-Scholten die aufgekommene Spannung auf, „bis heute sind dort noch keine Ingenieurinnen und Ingenieure vertreten“.

Carmen Leicht-Scholten war eine der Vortragenden der Ringvorlesung zur Technik- und Umweltethik an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, die sich im Sommersemester 2018 dem Thema „CO2-Entzug – Climate Engineering – Negativemissionen“ gewidmet hat. Weitere Informationen zu der von Professorin Dr. Katharina Seuser seit 2013 jährlich organisierten Ringvorlesung finden Sie unter www.technik-umwelt-ethik.de.

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Foto: dmi

Grafik: Fundación Bancaria „la Caixa“: RRI -Tools, European Project for Responsible Research and Innovation Toolkit. Online unter: https://www.rri-tools.eu/de

 

Wissenschaftlerin oder Studentin im Labor mit Schutzbrille von komm mach MINT.

Mit Mentoring zu MINT

Beweggründe von Frauen für technische Studiengänge

Welche Beweggründe haben Studentinnen der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) ein MINT Fach zu studieren? Mithilfe einer explorativen Studie ging Sabrina Anna-Maria Meinerzhagen-Brumm, Absolventin des Studiengangs Technikjournalismus/PR der H-BRS, im Rahmen ihrer BA-Thesis dieser Frage nach. Ihr Fazit: Vorbilder in MINT- und Mentoringprogramme begeistern für Technik.

Unter den Befragungsteilnehmerinnen befanden sich 30 Studentinnen der kooperativen und Vollzeit-Studiengänge aus dem MINT-Bereich der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg sowie 40 Schülerinnen staatlicher Schulen und Mädchenschulen. Die Teilnehmerinnen waren zwischen 15 bis 26 Jahre alt. Die Befragung und Auswertung wurde während des Sommersemesters 2016 durchgeführt.

70 Prozent der Mütter und 73,3 Prozent der Väter der befragten Studentinnen in MINT-Fächern üben keinen technischen Beruf aus. Dennoch spielen Vor- und Leitbilder bei der Studienfachwahl eine besonders große Rolle. Auch Vorbilder aus dem persönlichen Umfeld, wie etwa Geschwister, Kommilitoninnen und Freundinnen, sind sehr wichtig. Weiter bestätigte die Studie, dass sich ein Technikinteresse oft schon zu Schulzeiten zeigt. Etwa die Hälfte der Studentinnen wählte Fächer wie Informatik oder nahm an Projekten im Bereich Elektrotechnik und Maschinenbau teil. Darüber hinaus nutzen 53,3 Prozent der befragten Studentinnen das Mentoringprogramm der Hochschule. Somit ist eine Bezugsperson für etwa die Hälfte der Studentinnen wichtig.

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Bachelorthesis: Sabrina Anna-Maria Meinerzhagen-Brumm (2016): Beweggründe für ein MINT-Studium: Bedeutung der Informationswege der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. Studiengang Technikjournalismus/PR der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg.

Foto: Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V. | Ort: Alfred-Wegener-Institut Bremerhaven

Staunen an der Wasserstrahlschneidemaschine

Als Produktdesignerinnen haben sich zehn Mädchen im Alter von 10 bis 13 Jahren in den Herbstferien an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg betätigt. Mit einem CAD-Programm haben sie Wanduhren, etwa ein Schiff, eine Eule, einen Schmetterling oder den Big Ben, entworfen und per Schneidemaschine aus Styropor ausgeschnitten und gestaltet.

Vor der Arbeit an den eigenen Werken stand ein Besuch in der Maschinenhalle des Fachbereichs Elektrotechnik, Maschinenbau und Technikjournalismus auf dem Programm. An der Wasserstrahlschneidemaschine hat ihnen der Wissenschaftliche Mitarbeiter Sascha Breuer gezeigt, wie Metallformen, die ebenfalls per CAD entworfen worden sind, geschnitten werden.

Auch für die kommenden Osterferien hat Gesche Neusel, Mitarbeiterin der Gleichstellungsstelle der Hochschule und zuständig für die „Girls explore technidsc_0370cs together“-Kurse (GETogether), bereits wieder ein Programm zuammengestellt: Es werden Roboter gebaut und anschließend programmiert.

 

 
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Get Together-Kurse werden am Standort Sankt Augustin in der ersten Osterferienwoche für die Klassen 5-7, in der zweiten für Mädchen ab Klasse 8 angeboten. Informationen erteilt Gesche Neusel; E-Mail: gesche.neusel@h-brs.de;  Telefon: +49 2241 865 795.

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Links:

Informationen zu den Get Together-Ferienprojekten an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg

Fotos: Gesche Neusel

Technik-Professorinnen gesucht

Video über die Lehre an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften

Welch spannende Berufsfelder sich für Ingenieurinnen an einer Hochschule bieten, zeigt ein Video, das jetzt in einer Kooperation der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg und der Hochschule Bochum entstanden ist. Im Video erzählen unter anderem die Chemikerin Margit Schulze und die Geoinformatikerin Ulrike Klein (Hochschule Bonn-Rhein-Sieg) sowie die Architektin Karin Lehmann (Hochschule Bochum) von ihrem beruflichen Alltag.

Gerade an den früheren Fachhochschulen, den heutigen Hochschulen für angewandte Wissenschaften, mit ihrer in der Regel stark technischen Ausrichtung werden Professorinnen gesucht. Wenn Fächer wie Elektrotechnik und Maschinenbau nur von wenigen jungen Frauen studiert werden, fehlen anschließend auch Ingenieurinnen, die für eine Karriere als FH-Professorin infrage kommen. Dabei sind weibliche Vorbilder gerade hier besonders wichtig.

Aber auch Fachbereiche, wie Betriebswirtschaft, Sozialversicherungen, Informatik und sogar Journalistik gibt es zunemend an Hochschulen für angewandte Wissenschaften.

 

 

Die Professorinnen begeistert an ihrem Beruf, dass sie an aktuellen Themen forschen und dabei Theorie und Praxis miteinander verbinden können. Die Lehre in kleinen Gruppen schaffe eine angenehme Atmosphäre. Familie und Beruf könnten gut miteinander vereint werden. Die Voraussetzungen für eine Berufung zur Professorin können je nach Bundesland variieren. Allen gemeinsam ist jedoch, dass ein abgeschlossenes Hochschulstudium und eine mehrjährige Berufserfahrung vorausgesetzt wird.

Das Video „Professorinnen – wo seid Ihr?“ entstand aus der Zusammenarbeit der Hochschule Bochum und der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. Das Projekt begann 2012 mit einer Studie der Hochschule Bochum. Die Studie kam zu dem Schluss, dass das Berufsbild unter geeigneten Bewerberinnen nicht bekannt genug ist. Das Video soll den Beruf der Professorin an angewandten Hochschulen für den Nachwuchs bekannter machen. Weitere Informationen zum Berufsbild, den Voraussetzungen, Förderprogrammen und Veranstaltungen finden sich auf der Webseite www.professorin-werden.de.

Weitere Erfahrungen von Professorinnen an Hochschulen für angewandte Wissenschaften finden sich in einem Artikel vom April 2015 der Deutschen Universitätszeitung duz Frauen, wo seid ihr?.

/dmi

Foto: Standbild aus dem Video „Professorinnen – wo seid Ihr?“ der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg und der Hochschule Bochum

 

Von der Akustik zum Hörspiel

zdi-Ferienlabor an der Hochschule-Bonn-Rhein-Sieg

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Foto: Sven Flessing

Wie nehmen wir Menschen mit unseren Ohren Schallwellen wahr? Und wie verarbeiten wir diese in unserem Gehirn zu Klängen und Tönen? Diesen Fragen sind zwölf Mädchen und Jungen in einem Ferien-Forscherlabor an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg nachgegangen. Dem Thema „Akustik“ haben sie sich in der ersten Ferienwoche in vielen Experimenten genähert: so etwa durch einen Geräuschespaziergang durch die Hochschule und den Bau von einfachen Musikinstrumenten. Zum Abschluss haben die Nachwuchsforscherinnen und -forscher im Hörfunk-Studio am Campus Sankt Augustin das Hörspiel „Der Schatz der Stille“ aufgenommen und hierbei nicht nur die Technik bedient und die verschiedenen Rollen gesprochen, sondern als Geräuschemacherinnen und -macher auch galoppierende Pferde, Schritte im Laub, Meeresrauschen und Hagel zu Gehör gebracht.

Ferienlabore für Schülerinnen und Schüler im Rahmend der nordrhein-westfälischen Initiative „Zukunft durch Innovation“ (zdi) werden von der Gleichstellungsstelle der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg schon seit 2008 Jahren angeboten. Für die Ideen und deren Umsetzung ist Ingrid Küsgens verantwortlich.

/ske

Technik und Geschlecht. Wie objektiv sind Algorithmen?

Vortrag von Corinna Bath im Rahmen der Ringvorlesung „Technik- und Umweltethik“ Corinna_Bath

Am kommenden Donnerstag ist Professorin Corinna Bath zu Gast an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg in Sankt Augustin. In ihrem Vortrag widmet sie sich Fragen wie: „Welche Rolle spielt die Gleichberechtigung in der Technik-Ethik?“ und „Wie objektiv sind Algorithmen?“ Dabei skizziert die Informatikerin und Geschlechterforscherin der TU Braunschweig beispielhaft den Zusammenhang zwischen Technik, Ethik und der Geschlechterfrage. Der Vortrag am 23. Juni von 18.15 bis 19.45 Uhr in Hörsaal 4 ist öffentlich. Interessierte Zuhörer und Zuhörerinnen sind herzlich willkommen.

/kim

So sehen Ingenieurinnen aus

Fotoreportagen von Studierenden der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS)

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Als Entwicklungs-Ingenieurin bei einem Autobauer, Bergbauingenieurin im Tagebau Hambach oder Projekt-Ingenieurin bei einem Chemie-Unternehmen – es gibt sie, die Frauen, denen es Spaß macht, in diesen Bereichen zu arbeiten. Dabei können sich laut einer aktuellen OECD-Studie nur 15 Prozent der Eltern in Deutschland vorstellen, dass ihre Tochter einmal Ingenieurin wird.

Im vergangenen Semester haben Studierende des Studiengangs Technikjournalismus an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg sieben Ingenieurinnen an ihrem Arbeitsplatz mit der Kamera begleitet. Die Frauen, die in ganz unterschiedlichen Unternehmen der Region Rhein-Sieg arbeiten, haben dabei nicht nur von ihren Aufgaben und ihrem Berufsweg erzählt, sondern auch einen Einblick in ihr Verständnis von Technik gegeben.

Mehr Bilder und Einblicke finden Sie hier

 

Fotoprojekt mit Ingenieurinnen

Studierende der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg porträtieren Frauen in technischen Berufen

Im kommenden Wintersemester 2015/2016 werden Studierende Geschichten über Ingenieurinnen und Technik in Bildern erzählen und dabei die Frage klären: Welche Bedeutung hat Technik für die einzelne Person?

Unter der Leitung von Professorin Susanne Keil werden die angehenden Technikjournalisten die Möglichkeiten von Fotoreportagen ausloten und dabei insbesondere das Thema Frauen und Technik umkreisen.

Die Idee zu dem Projekt lieferte Valeria Brekenkamp mit ihrer Fotoreportage „LÖSUNGEN – Frauen in Ingenieursberufen“. Mehrere Monate begleitete sie sieben Ingenieurinnen mit ihrer Kamera und wurde dafür 2012 von der acatech mit einem Fotostipendium ausgezeichnet.

/dmi

Technikberichterstattung in Lokalzeitungen

Am 3. Juli 2015 ist unser Projekt „Technikjournalismus im Gender-Check“ mit einer Ergebnispräsentation zu Ende gegangen. 18 Studierende des Technikjournalismus an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg haben im Sommersemester über 100 Artikel von regionalen Lokalzeitungen untersucht. „Wie sehr ist die Darstellung von Technik mit Männlichkeit verknüpft?“ und „Werden in Artikeln zu Technik Geschlechterstereotype genutzt?“ waren die forschungsleitenden Fragestellungen. Das erstaunliche Ergebnis unserer explorativen quantitativen Inhaltsanalyse: Ja, Männer und männliche Symbolik spielen eine große Rolle in Technikberichterstattung, aber auch Ingenieurinnen und Expertinnen aus anderen Bereichen kommen angemessen zu Wort. Kann das wirklich sein? Wir werden dieses erste Ergebnis mit weiteren Analysen prüfen.

/kim

Ankündigungsplakat zum Tag des Projekts

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