Warum wir eine Technikzeitschrift fĂŒr Frauen brauchen

Nur drei Prozent der Leser/-innen des Innovationsmagazins „Technology Review“ sind weiblich. Bei der Computerzeitschrift „c’t“ sieht es mit einem Leserinnenanteil von acht Prozent nicht viel besser aus. Doch warum ist das so? Interessieren sich Frauen einfach nicht fĂŒr Technik? Eine Studie zweier Studentinnen der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg zeigt: Das Interesse der Frauen ist gegeben – sie werden durch die aktuelle Technikberichterstattung nur nicht adĂ€quat angesprochen.

Im Rahmen ihrer Masterthesis im Studiengang Technik- und Innovationskommunikation untersuchten Sabine Schmidt und Juliane Schneider in Kooperation mit dem Life&Brain Center, einem An-Institut der UniversitĂ€t Bonn, die impliziten und expliziten Einstellungen von Frauen zum Thema Technik. Um die impliziten – also die unbewussten – Einstellungen gegenĂŒber Technik zu messen, nutzten sie den Impliziten Assoziationstest (nach Greenwald et al. 1998), ein computerbasiertes Verfahren aus der Sozialpsychologie, welches die StĂ€rke der kognitiven Assoziation zwischen zwei Dimensionen (z.B. Technik/Mode und mĂ€nnlich/weiblich) anhand von Reaktionszeiten misst. Dabei kamen sie zu einem ĂŒberraschenden Ergebnis: die Probandinnen assoziierten auf der begrifflichen Ebene nicht Mode, sondern Technik stĂ€rker mit Weiblichkeit. So ordneten sie Worte wie „Digitalkamera“, „Smartphone“ und „Auto“ tendenziell schneller weiblichen als mĂ€nnlichen Begriffen zu. Worte wie „Kleidung“, „Schmuck“ und „Laufsteg“ wurden der weiblichen Dimension im Durchschnitt weniger schnell zugeordnet.

Ein zweiter Test zeigte jedoch, dass Bilder von MĂ€nnern in technischen oder handwerkenden Situationen eher mit positiv konnotierten Worten wie „kompetent“ oder „geschickt“ in Verbindung gebracht wurden. Bilder von Frauen in Ă€hnlichen technischen oder handwerkenden Situationen wurden stĂ€rker mit negativ behafteten Adjektiven wie „laienhaft“ oder „inkompetent“ assoziiert. Unbewusst wird die Kompetenz im Umgang mit der dargestellten Technik von den 39 Probandinnen im Alter von 18 bis 55 im Bildertest noch eher den MĂ€nnern zugeordnet. Das Abbild eines handwerkenden oder technisch agierenden Mannes wirkt vertrauter. Daraus lĂ€sst sich die Vermutung ableiten, dass Bilder die Einstellung zu einem bestimmten Thema stĂ€rker prĂ€gen als Worte. Auf der Ebene der Visualisierung besteht also noch Handlungsbedarf. Die Medien bieten die Chance, geschlechterstereotype Rollenbilder zu verĂ€ndern. Dazu könnte eine Technikzeitschrift fĂŒr Frauen ein erster Schritt in die richtige Richtung sein.

Das Scheitern der „Smart Woman“

Der Weka Verlag wagte 2016 mit der „Smart Woman“ einen ersten Versuch, eine Technikzeitschrift speziell fĂŒr Frauen auf den Markt zu bringen und scheiterte damit relativ schnell: Die Zeitschrift wurde nach nur einem Jahr wieder eingestellt. Besonders nach der ersten Ausgabe wurde der „Smart Woman“ vorgeworfen, dass sie ein altertĂŒmliches Frauenbild vermittelt. Weitere mögliche Ursachen fĂŒr das Scheitern könnten eine zu breit gewĂ€hlte Zielgruppe, das zum Teil zu gering eingeschĂ€tzte Vorwissen der Leserinnen oder auch Bildkompositionen sein, die die Zielgruppe nicht ansprechen. Um derartige Fehler in Zukunft zu vermeiden, wurden in der Studie von Schmidt und Schneider verschiedene Tests und Befragungen durchgefĂŒhrt (in einer Synthese der Ergebnisse wurden zum Beispiel potenzielle Leserinnengruppen erschlossen).

Technische Inhalte anders aufbereitet

In einem zweiten Untersuchungsschritt wurden die Probandinnen mithilfe eines teilstandardisierten Fragebogens unter anderem zu einer möglichen Gestaltung sowie inhaltlichen Konzeption einer solchen Technikzeitschrift fĂŒr Frauen befragt. Hier wurde deutlich, dass eine genderspezifische Ansprache durchaus funktionieren kann, indem zum Beispiel in der Technikberichterstattung klare BezĂŒge zur weiblichen Lebenswelt hergestellt werden und ein Nutzen der Technik fĂŒr die Leserin deutlich gemacht wird. Dies kann beispielsweise ĂŒber eine emotionalere und persönlichere Ansprache erfolgen. So empfanden die Frauen Überschriften wie „Ingenieurin bastelt an Lebenswerk“ und „Google weiß alles ĂŒber dich“ als besonders spannend. Sachliche Überschriften wie „5 Fakten ĂŒber Smartmeter“ und „Apple stellt iPhone X vor“ wurden im Ranking als langweilig bewertet. Bei einer alltagsnahen und lebenspraktischen Themenwahl können aber auch sachliche Überschriften wie „Dachziegel erzeugt Solarstrahl“ das Technikinteresse wecken.

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Smartphone, Kopfhörer und Blumen – fĂŒr die Probandinnen eine Ă€sthetische und stimmige Kombination, die an Musikhören und Entspannung erinnert. /Bildquelle: Pixabay

Bei der visuellen Darstellung von Technik empfanden die Probandinnen Ă€sthetische Bildkompositionen ansprechender als zweckmĂ€ĂŸig gestaltete Bilder. Hier kamen vor allem Technikbilder mit Alltagsbezug gut an. Die AuthentizitĂ€t der Bilder stand ebenfalls im Fokus. So wurde zum Beispiel das Bild einer Frau, die sich sexy auf einem Auto rĂ€kelt, stark kritisiert – die Frau wirke nicht wie eine Fahrerin. Des Weiteren bewerteten die Probandinnen Technik vor allem in Kombination mit Dekoration, Essen und GetrĂ€nken, Natur und natĂŒrlich mit Menschen positiv. Wurden technische GegenstĂ€nde allein gezeigt, empfanden die Frauen das Bild als eher nicht ansprechend.

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Bildkompositionen wie diese empfanden die Probandinnen tendenziell weniger ansprechend und wurden mit den Worten „trist“ und „einsam“ beschrieben. /Bildquelle: Pixabay

Neben dem Bedarf an technischen Inhalten und deren adĂ€quater Aufbereitung konnte durch den Fragebogen zusĂ€tzlich ein Kaufinteresse festgestellt werden, welches jedoch nicht als Indikator fĂŒr das tatsĂ€chliche Interesse an einem Technikmagazin fĂŒr Frauen gesehen werden sollte (an dieser Stelle sind weitere (quantitative) ÜberprĂŒfungen sinnvoll). Dennoch gaben ĂŒber die HĂ€lfte (54 %) der befragten Frauen an, dass sie eine Technikzeitschrift speziell fĂŒr Frauen kaufen und dafĂŒr durchschnittlich 2,90 Euro im Monat ausgeben wĂŒrden. Einige Probandinnen, die ein starkes Technikinteresse aufwiesen, wĂŒrden hingegen tendenziell keine spezielle Technikzeitschrift fĂŒr Frauen kaufen, da sie mit dem aktuellen Angebot zufrieden sind.

Die Generation Y als Zielgruppe

Das Durchschnittsalter der Probandinnen, die hauptsĂ€chlich Studentinnen waren, lag bei 25 Jahren. Diese zeigten ein vermehrtes technisches Interesse und gaben an, auch in ihrem Studium hĂ€ufig mit Technik konfrontiert zu sein. In ihrem Alltag spielt vor allem die Kommunikationstechnik eine große Rolle. Diese könnte somit einen möglichen Themenschwerpunkt in einer Technikzeitschrift fĂŒr Frauen bilden und gibt auch Auskunft ĂŒber eine starke kommunikative Vernetzung dieser Generation. Informationen zu technischen Fragestellungen werden vor allem ĂŒber das Internet, in Foren und ĂŒber Youtube-Videos abgerufen. Ob ein Technikmagazin fĂŒr Frauen als reines Printerzeugnis erscheinen sollte, war durch die Studie nicht eindeutig festzustellen. Print bleibt zudem hĂ€ufig eine kommunikative Einbahnstraße, und so bietet sich eine crossmediale Aufbereitung einer Zeitschrift an.

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Crossmedial statt kommunikativer Einbahnstraße: Der Großteil der Probandinnen (n=39) gab unter der Fragestellung „Wo informieren Sie sich ĂŒber technische Themen?“ das Internet als Informationsquelle an (Mehrfachnennungen waren möglich).

Gerade bei der digital affinen Zielgruppe zwischen 20 und 35 Jahren (Generation Y) wĂ€ren auch ein Onlinemagazin oder ein Blog denkbar, um fĂŒr das Thema zu sensibilisieren und weitere Erkenntnisse zu gewinnen. Eine erste Umsetzung der Erkenntnisse in die Praxis ist der Technik-Blog „FrĂ€ulein Ypsilon“, der 2019 online gehen soll und natĂŒrlich auch von MĂ€nnern gelesen werden darf.

/Juliane Schneider

/Fotos: Nina Leonhardt/Juliane Schneider/Pixabay

/Quellen: Masterthesis: Sabine Schmidt und Juliane Schneider (2018): Die Bedeutung des genderspezifischen Technikzugangs fĂŒr die Konzeption einer Technikzeitschrift fĂŒr Frauen – Eine Untersuchung auf Basis computergestĂŒtzter Messverfahren der Sozialpsychologie zur Erhebung der impliziten und expliziten Einstellungen zum Thema Technik und der Aufbereitung von technischen Inhalten. Studiengang Technik- und Innovationskommunikation (M.Sc.) der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg.

Ein Wohnwagen fĂŒr Smudo

Laura Kampf – Die Makerin und Videoproduzentin als Referentin an der H-BRS

„Schon als Kind habe ich die Frage, was ich spĂ€ter einmal machen möchte, gehasst“, beschreibt Laura Kampf am 25. Oktober in ihrem Vortrag an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, wie sie zu dem gekommen ist, was sie heute macht. Mit 300.000 Abonnenten auf der Videoplattform Youtube ist sie eine der erfolgreichsten – wenn nicht sogar die erfolgreichste – „Makerin“ in Deutschland. Die britische Zeitschrift „The Spectator” schreibt ĂŒber sie: „If you want to know how to make an uncomfortable-looking chair, or a skateboard cargo rack for your bike, she’s your woman.“

FrĂŒher Heimwerker – heute „Maker“

Das „Beer-Bike“ – eine Sackkarre geschweißt an ein Fahrrad, der „Bit Safe“ – eine Halterung fĂŒr Akkuschrauber-Bits in einem ausgehöhlten Feuerzeug oder das „Festival-Bike“ – ein BMX-Rad mit Toilettenpapier-Halterung, Radio, Campingkocher, KĂŒhlbox und Flaschenöffner; Laura Kampf hĂ€tten manche vor einiger Zeit vielleicht als Heimwerkerin bezeichnet, heute bezeichnet man sie als „Makerin“.

Die so genannten „Maker“ bauen neue Dinge, meist indem sie alte Dinge umfunktionieren, umbauen oder miteinander verbinden. WĂ€hrend der Arbeit filmen sie sich und laden ihre Videos bei Youtube oder anderen Plattformen hoch. Auf die Frage, wieso ihre Videobeschreibungen und -titel immer auf Englisch sind, antwortet Laura Kampf, ohne lange zu ĂŒberlegen: „Ich möchte niemanden ausschließen, wenn jemand in Amerika meine Videos schaut, soll er sie genauso verstehen können wie jemand in Deutschland.“ Zudem sei die Maker-Community in Amerika bedeutend grĂ¶ĂŸer als hierzulande.

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„Du versuchst, Deinen Weg zu machen und ans Ziel zu kommen“

Zeitweise wohnte Laura Kampf in ihrer Werkstatt, stellte aber fest, dass es nicht sehr angenehm ist, morgens mit SĂ€gespĂ€nen in den Haaren aufzuwachen. Heute lebt sie in einem selbstgebauten Wohnwagen in Köln -selbst eines der grĂ¶ĂŸeren Projekte, das auf ihrem Youtube-Kanal zu sehen ist. Ihr Hund Smudo, dem sie kurzerhand ein kleineres Abbild ihres eigenen Wohnwagens gebaut hat, ist stets dabei. Als Kind habe man ihr oft gesagt „Mach‘ doch, was Du willst!“, weil sie in keine Schublade passen wollte. Ihr Abitur machte die heute 35-JĂ€hrige zum einen ihren Eltern zuliebe, zum anderen um noch ein paar Jahre Zeit zu haben, zu ĂŒberlegen, wie die Zukunft aussehen soll. Schon wĂ€hrend der Schulzeit jobbte sie in den verschiedensten Bereichen, aber nie konnte sie etwas so begeistern, dass sie es lĂ€nger als ein paar Monate machen wollte.

Anfangs wollte sie Cutterin werden, dann Kameraassistentin, schließlich landete sie in DĂŒsseldorf und studierte Kommunikationsdesign. Oft sah sie sich mit der Kritik konfrontiert, dass sie die Dinge, die sie anfange, nicht zu Ende bringe. „In Deutschland wachsen wir damit auf, immer alles planen zu mĂŒssen, das hat mich irgendwie gelĂ€hmt. In Amerika zum Beispiel ist es okay, auch mal etwas falsch zu machen oder etwas einfach mal gegen die Wand zu fahren. Ich sehe das Ganze gelassener, wie ein Spiel: Du versuchst, deinen Weg zu machen und ans Ziel zu kommen. Irgendwann wirst du richtig gut darin, zu scheitern und neue Lösungen zu finden“, sagt Laura Kampf und ruft die zuhörenden Studierenden dazu auf, Dinge einfach auszuprobieren und zu schauen, wohin sie fĂŒhren.

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TĂ€towiermaschine als Wendepunkt

WĂ€hrend ihres Studiums des Kommunikationsdesigns in DĂŒsseldorf belegte Laura Kampf ein Seminar in dem man „AlltagsgegenstĂ€nde“ kreieren sollte. Dort baute sie eine TĂ€towiermaschine. Danach war klar, was sie machen möchte, es fehlte nur noch das „Wie“. Auf der Suche also nach einem passenden Job, arbeitete sie an verschiedenen Stellen, die sie fachlich weiterbrachten und bei denen sie Zugang zu großen, bislang unbekannten Maschinen hatte. Schließlich suchte sie sich eine eigene Werkstatt und baute Möbel und Lampen. Dort stellte sie fest, dass sie nichts fĂŒr den breiten Markt machen wollte „Ich will geile Sachen machen und nicht die, die allen gefallen.“ So entstand ihr persönlicher Traum: „Ich wache morgens auf und habe eine Idee und gucke, wohin sie mich fĂŒhrt.“

Laura Kampf: TĂ€towierte Banane

Mit der selbstgemachten TÀtowiermaschine lassen sich auch Bananen tÀtowieren. Der Clou dabei: man braucht keine Farbe.

„Ich musste ins Internet“

Finanziell hielt sich Laura Kampf mit dem Verkauf von Lampen und mit RĂŒcklagen ĂŒber Wasser. Im Studium probierte sie einiges auf Youtube aus und stellte irgendwann fest, dass ihr der Kanal eine Jobchance bot. „Ich wusste, ich habe in der RealitĂ€t keine Chance, also musste ich ins Internet“, erzĂ€hlt sie. Ihr Logo und ihr heutiges Konzept standen relativ schnell, sodass sie gleich loslegen konnte. Dass die ganze Sache so groß werden wĂŒrde, damit habe sie nicht gerechnet. Nach einigen Monaten meldete sich der erste Sponsor bei ihr, sodass sie heute von ihrer Arbeit leben kann ohne ihre Ideen marktkonform umgestalten zu mĂŒssen. Jeder Partner sieht das fertige Produkt gemeinsam mit den 300.000 Abonnenten erst, wenn das Video online geht.

Die Kamera, meist auf einem Stativ befestigt, bedient sie selbst, auch das Schneiden der Videos ĂŒbernimmt sie als gelernte Cutterin selbst. In der Regel lĂ€dt sie jeden Sonntag ein neues Video von einem ihrer Projekte auf Youtube hoch, jeden Montag muss ihr dann etwas Neues einfallen. „Montags habe ich immer meine Blockade. Mittlerweile bin ich aber gelassener, irgendwann fĂ€llt mir immer etwas ein, manchmal erst mittwochs. Ich sage mir aber auch, dass es nicht das Ende der Welt ist, falls ich mal sonntags kein Video hochlade.“.

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Auf Laura Kampfs Youtube-Seite kann man sich inspirieren lassen.

Zusammenarbeit unter „Makern“

„Man sagt immer, man soll seine Kindheits-Helden nicht treffen, weil sie in der RealitĂ€t womöglich ganz anders sind, als man sie sich vorgestellt hat. Bei der Maker-Community trifft das definitiv nicht zu“, schildert Laura Kampf ihre Erfahrungen. Ihre persönliche Ikone ist Adam Savage. Der US-amerikanische Schauspieler, Modellbauer und „Maker“ wirkt seit 2012 an dem Youtube-Kanal „Tested“, der derzeit etwa 4 Millionen Abonnenten hat, mit. Mittlerweile haben er und Laura Kampf einige gemeinsame Projekte realisiert, beispielsweise eine tragbare Vorrichtung, um KlebebĂ€nder mit einer Hand abzurollen und ein StĂŒck abzureißen. „Ich bin mit sehr vielen Menschen in Kontakt getreten und die entstandene Community motiviert mich immer wieder“, beschreibt sie das VerhĂ€ltnis unter den „Makern“.

„Es wird immer Wege geben, Geschichten zu erzĂ€hlen“

Auf die Frage, wo sich Laura Kampf in der Zukunft sieht, hat sie eine klare Antwort. WĂŒrde es keine Plattform wie Youtube mehr geben, dann wĂŒrde sie eben einen anderen Weg finden, ihre Geschichten zu erzĂ€hlen. Mittlerweile hat sie ihre Person als eine Marke aufgebaut, die sie weiter stĂ€rkt. Sei es mit VortrĂ€gen wie diesem oder Projekten mit der Community. Wichtig sei fĂŒr sie, weiterhin unabhĂ€ngig zu bleiben. Gemeinsam mit einem Team zu arbeiten sei zwar schön, aber dadurch wĂ€re sie auch weniger flexibel: „Meine Videos leben davon, dass ich morgens aufstehe und Sachen mache, die mir einfallen.“ Konkurrenzgedanken habe sie dabei keine. Ganz im Gegenteil, je mehr Menschen mitmachen, desto stĂ€rker werde die Branche.

Ihren begeisterten Zuhörern gab sie mit auf den Weg, offen zu sein, fĂŒr Möglichkeiten, die sich bieten. Sie selbst werde die Frage, was sie einmal werden möchte, nie beantworten können: „Meine grĂ¶ĂŸte StĂ€rke ist, dass ich mich nicht auf eine Sache konzentrieren kann. Mir fallen immer neue Dinge ein und eine schlechte Idee kann am Ende auch irgendwie eine gute sein.“

Laura Kampf war eine der Vortragenden der Ringvorlesung zur Zukunft in der Technikkommunikation an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. Im Wintersemester 2018/19 prĂ€sentieren jeden Donnerstag Medienprofis ihre Arbeitsfelder“.

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Zum Schluss stellte sich Kampf den Fragen des Publikums.

/Text: Paulina Zacharias

/Bilder: Juliane Schneider/Nina Kim Leonhardt

Professorin Dr. Carmen Leicht-Scholten engagiert sich fĂŒr das Thema soziale Verantwortung von Ingenieurinnen udn Ingenieuren

Soziale Verantwortung von Ingenieurinnen und Ingenieuren

Carmen Leicht-Scholten ist ganz in ihrem Element: Mit der nötigen Freiheit durch Headset und Laserpointer ausgestattet durchquert sie den Raum hinter dem Rednerpult von rechts nach links. Sie spricht engagiert und schnell. Immer wieder unterbricht sie ihren Vortrag durch Fragen an die angehenden Ingenieur/-innen und Technikjournalist/-innen der Hochschule Bonn-Rhein Sieg, nimmt deren EinschÀtzungen und Fragen auf und entwickelt so zusammen mit dem Auditorium das Thema ihres Vortrags: Die soziale Verantwortung von Ingenieurinnen und Ingenieuren.

Damit lebt die Professorin der RWTH Aachen die zentrale Botschaft ihres Vortrags am 28. Juni quasi vor: Ja, Ingenieurinnen und Ingenieure haben insbesondere in einer Zeit, in der die Technik unser aller Leben immer mehr durchdringt, auch eine soziale Verantwortung. Dieser gerecht zu werden, ist aber gar nicht so schwer: Möglichst viele und unterschiedliche gesellschaftliche Gruppierungen sollten beteiligt werden, wenn etwa Ideen zu den FunktionalitÀten von Smart Homes entwickelt und erste Umsetzungen diskutiert werden.

EU-Konzept Responsible Research and Innovation

Mit ihren Thesen ist die Inhaberin der sogenannten BrĂŒckenprofessur fĂŒr Gender und Diversity in den Ingenieurwissenschaften nicht allein. Sie weiß sogar die EU-Kommission hinter sich. Denn diese hat im Zuge der Entwicklung des bald auslaufenden EuropĂ€ischen Forschungsrahmenprogramms Horizon 2020 das Konzept fĂŒr „Responsible Research and Innovation (RRI)“ ausgearbeitet. Auf einer eigenen Website werden die sechs normativen Richtlinien der RRI erlĂ€utert und Umsetzungsszenarien aufgezeigt: Ethik, Gleichstellung der Geschlechter, UnternehmensfĂŒhrung mit geteilter Verantwortung, freier Zugang zu wissenschaftlichen Erkenntnissen, aktive Einbeziehung der BĂŒrger/-innen in Forschungs- und Entwicklungsprozesse und entsprechende Bildung, die sie hierzu in die Lage versetzt.

Der normativer Rahmen fĂŒr RRI: Ethik, Gleichberechtigung der Geschlechter, Regierung, offener Zugang, öffentliches Engagement und naturwissenschaftliche Ausbildung

Die Leitlinien des Resposible Research and Innovation-Konzepts (RRI), Quelle: RRI-Toolkit, rri-tools.eu

Ethik-GrundsÀtze des Vereins Deutscher Ingenieure

Doch auch auf deutscher Ebene hat die Professorin RĂŒckendeckung. Sie wirft die Ethischen GrundsĂ€tze des Ingenieurberufs des VDI (Verein Deutscher Ingenieure) an die Wand, und es entsteht der Eindruck, dass manch eine/r staunt, als er oder sie dort liest, Ingenieure und Ingenieurinnen sollten nachhaltige Lösungen und sinnvolle Entwicklungen vorantreiben und sich ihres Handelns in technischer, gesellschaftlicher, ökonomischer und ökologischer Sicht bewusst sein. Sie sollten fach- und kulturĂŒbergreifend ĂŒber Wertevorstellungen diskutieren und sich zur stĂ€ndigen Weiterbildung verpflichten. Leicht-Scholten konstatiert nĂŒchtern: „Die Leitlinien zur sozialen Verantwortung von Ingenieurinnen und Ingenieuren sind da; es kennt sie nur keiner.“ Daher ist es ihr Anliegen, diese in Ausbildung und Studium zu verankern.

Diverse Crash-Test Dummys

Hierbei ist der Professorin qua ihrer Denomination die BerĂŒcksichtigung diverser BedĂŒrfnisse an die Technikentwicklung besonders wichtig. Sie erlĂ€utert dies anhand des bekannten, aber sehr einleuchtenden Beispiels von Crash-Test Dummys. Die Position der Autogurte orientierte sich zunĂ€chst an einem 80 Kilogramm schwerer Durchschnitts Mann, und bot damit vielen, die dieser Norm nicht entsprachen, keinen Schutz, sondern war vielmehr gefĂ€hrlich (wie z.B. fĂŒr schwangere Frauen). Mittlerweile gibt es unterschiedliche Dummies, die die Proportionen von MĂ€nnern, Frauen und Kindern, kleinen und großen Menschen wiedergeben und dadurch zu mehr Sicherheit fĂŒr alle fĂŒhren. Ein Team aus diversen Entwickler/-innen hĂ€tte vielleicht eher ein Gurtsystem entwickelt, das verschiedenen KörpergrĂ¶ĂŸen, Geschlechtern und Proportionen angepasst ist, so die Gender- und Diversity-Expertin.

Lösungen durch Dialog

Ingenieur/-innen, die ihre Verantwortung in der Gesellschaft aktiv gestalten, sollten sich also fragen wer ihre Produkte anwenden wird. ZusĂ€tzlich könnten sie ihre Anwender/-innen fragen, welche WĂŒnsche sie an eine neue technische Entwicklung haben. Dies ist insbesondere bei den großen gesellschaftlichen Herausforderungen, wie Globalisierung, Klimawandel und Ressourcenknappheit, neue Arbeitsformen durch Digitalisierung oder weltweite Gesundheit, von Bedeutung. In anderen LĂ€ndern, wie den USA, ist man hier schon weiter, so Leicht-Scholten. Aber auch deutsche Unternehmen, die international agieren, haben sich dem Konzept der verantwortungsvollen Forschung und Technologie-Entwicklung verschrieben. „In meine Vorlesungen lade ich gerne  Personalverantwortliche großer international agierender Unternehmen ein“, berichtet die Professorin, „diese erklĂ€ren den Studierenden dann, welchen Mehrwert dies fĂŒr das Unternehmen hat: StĂ€rkung der GlaubwĂŒrdig- und InnovationsfĂ€higkeit sowie WettbewerbsfĂ€higkeit durch ein Alleinstellungsmerkmal. Umgekehrt ermuntert sie die angehenden Ingenieur/-innen, nach den Ethik-Regeln eines Unternehmens zu fragen, wenn sie sich dort bewerben.

Deutscher Ethik-Rat ohne Ingenieur/-innen

Noch hat auch die Politik Ingenieurinnen und Ingenieure offenbar nicht als potenzielle Ratgeber/-innen bei ethischen Fragen entdeckt. Und es bedarf gefĂŒhlt sieben Antworten der Studierenden auf die Frage, wer aus ihrer Sicht im Deutschen Ethikrat sitzen sollte, bis zuletzt eine Studentin auf die Idee kommt, dass ein Ingenieur oder eine Ingenieurin doch auch dazu gehören sollte. „Fehlanzeige“, löst Leicht-Scholten die aufgekommene Spannung auf, „bis heute sind dort noch keine Ingenieurinnen und Ingenieure vertreten“.

Carmen Leicht-Scholten war eine der Vortragenden der Ringvorlesung zur Technik- und Umweltethik an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, die sich im Sommersemester 2018 dem Thema „CO2-Entzug – Climate Engineering – Negativemissionen“ gewidmet hat. Weitere Informationen zu der von Professorin Dr. Katharina Seuser seit 2013 jĂ€hrlich organisierten Ringvorlesung finden Sie unter www.technik-umwelt-ethik.de.

/ske/dmi

Foto: dmi

Grafik: FundaciĂłn Bancaria „la Caixa“: RRI -Tools, European Project for Responsible Research and Innovation Toolkit. Online unter: https://www.rri-tools.eu/de

 

Wissenschaftlerin oder Studentin im Labor mit Schutzbrille von komm mach MINT.

Mit Mentoring zu MINT

BeweggrĂŒnde von Frauen fĂŒr technische StudiengĂ€nge

Welche BeweggrĂŒnde haben Studentinnen der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) ein MINT Fach zu studieren? Mithilfe einer explorativen Studie ging Sabrina Anna-Maria Meinerzhagen-Brumm, Absolventin des Studiengangs Technikjournalismus/PR der H-BRS, im Rahmen ihrer BA-Thesis dieser Frage nach. Ihr Fazit: Vorbilder in MINT- und Mentoringprogramme begeistern fĂŒr Technik.

Unter den Befragungsteilnehmerinnen befanden sich 30 Studentinnen der kooperativen und Vollzeit-StudiengĂ€nge aus dem MINT-Bereich der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg sowie 40 SchĂŒlerinnen staatlicher Schulen und MĂ€dchenschulen. Die Teilnehmerinnen waren zwischen 15 bis 26 Jahre alt. Die Befragung und Auswertung wurde wĂ€hrend des Sommersemesters 2016 durchgefĂŒhrt.

70 Prozent der MĂŒtter und 73,3 Prozent der VĂ€ter der befragten Studentinnen in MINT-FĂ€chern ĂŒben keinen technischen Beruf aus. Dennoch spielen Vor- und Leitbilder bei der Studienfachwahl eine besonders große Rolle. Auch Vorbilder aus dem persönlichen Umfeld, wie etwa Geschwister, Kommilitoninnen und Freundinnen, sind sehr wichtig. Weiter bestĂ€tigte die Studie, dass sich ein Technikinteresse oft schon zu Schulzeiten zeigt. Etwa die HĂ€lfte der Studentinnen wĂ€hlte FĂ€cher wie Informatik oder nahm an Projekten im Bereich Elektrotechnik und Maschinenbau teil. DarĂŒber hinaus nutzen 53,3 Prozent der befragten Studentinnen das Mentoringprogramm der Hochschule. Somit ist eine Bezugsperson fĂŒr etwa die HĂ€lfte der Studentinnen wichtig.

/dmi

Bachelorthesis: Sabrina Anna-Maria Meinerzhagen-Brumm (2016): BeweggrĂŒnde fĂŒr ein MINT-Studium: Bedeutung der Informationswege der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. Studiengang Technikjournalismus/PR der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg.

Foto: Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V. | Ort: Alfred-Wegener-Institut Bremerhaven

Staunen an der Wasserstrahlschneidemaschine

Als Produktdesignerinnen haben sich zehn MÀdchen im Alter von 10 bis 13 Jahren in den Herbstferien an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg betÀtigt. Mit einem CAD-Programm haben sie Wanduhren, etwa ein Schiff, eine Eule, einen Schmetterling oder den Big Ben, entworfen und per Schneidemaschine aus Styropor ausgeschnitten und gestaltet.

Vor der Arbeit an den eigenen Werken stand ein Besuch in der Maschinenhalle des Fachbereichs Elektrotechnik, Maschinenbau und Technikjournalismus auf dem Programm. An der Wasserstrahlschneidemaschine hat ihnen der Wissenschaftliche Mitarbeiter Sascha Breuer gezeigt, wie Metallformen, die ebenfalls per CAD entworfen worden sind, geschnitten werden.

Auch fĂŒr die kommenden Osterferien hat Gesche Neusel, Mitarbeiterin der Gleichstellungsstelle der Hochschule und zustĂ€ndig fĂŒr die „Girls explore technidsc_0370cs together“-Kurse (GETogether), bereits wieder ein Programm zuammengestellt: Es werden Roboter gebaut und anschließend programmiert.

 

 
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Get Together-Kurse werden am Standort Sankt Augustin in der ersten Osterferienwoche fĂŒr die Klassen 5-7, in der zweiten fĂŒr MĂ€dchen ab Klasse 8 angeboten. Informationen erteilt Gesche Neusel; E-Mail: gesche.neusel@h-brs.de;  Telefon: +49 2241 865 795.

/ske

Links:

Informationen zu den Get Together-Ferienprojekten an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg

Fotos: Gesche Neusel

Technik-Professorinnen gesucht

Video ĂŒber die Lehre an einer Hochschule fĂŒr angewandte Wissenschaften

Welch spannende Berufsfelder sich fĂŒr Ingenieurinnen an einer Hochschule bieten, zeigt ein Video, das jetzt in einer Kooperation der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg und der Hochschule Bochum entstanden ist. Im Video erzĂ€hlen unter anderem die Chemikerin Margit Schulze und die Geoinformatikerin Ulrike Klein (Hochschule Bonn-Rhein-Sieg) sowie die Architektin Karin Lehmann (Hochschule Bochum) von ihrem beruflichen Alltag.

Gerade an den frĂŒheren Fachhochschulen, den heutigen Hochschulen fĂŒr angewandte Wissenschaften, mit ihrer in der Regel stark technischen Ausrichtung werden Professorinnen gesucht. Wenn FĂ€cher wie Elektrotechnik und Maschinenbau nur von wenigen jungen Frauen studiert werden, fehlen anschließend auch Ingenieurinnen, die fĂŒr eine Karriere als FH-Professorin infrage kommen. Dabei sind weibliche Vorbilder gerade hier besonders wichtig.

Aber auch Fachbereiche, wie Betriebswirtschaft, Sozialversicherungen, Informatik und sogar Journalistik gibt es zunemend an Hochschulen fĂŒr angewandte Wissenschaften.

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Die Professorinnen begeistert an ihrem Beruf, dass sie an aktuellen Themen forschen und dabei Theorie und Praxis miteinander verbinden können. Die Lehre in kleinen Gruppen schaffe eine angenehme AtmosphĂ€re. Familie und Beruf könnten gut miteinander vereint werden. Die Voraussetzungen fĂŒr eine Berufung zur Professorin können je nach Bundesland variieren. Allen gemeinsam ist jedoch, dass ein abgeschlossenes Hochschulstudium und eine mehrjĂ€hrige Berufserfahrung vorausgesetzt wird.

Das Video „Professorinnen – wo seid Ihr?“ entstand aus der Zusammenarbeit der Hochschule Bochum und der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. Das Projekt begann 2012 mit einer Studie der Hochschule Bochum. Die Studie kam zu dem Schluss, dass das Berufsbild unter geeigneten Bewerberinnen nicht bekannt genug ist. Das Video soll den Beruf der Professorin an angewandten Hochschulen fĂŒr den Nachwuchs bekannter machen. Weitere Informationen zum Berufsbild, den Voraussetzungen, Förderprogrammen und Veranstaltungen finden sich auf der Webseite www.professorin-werden.de.

Weitere Erfahrungen von Professorinnen an Hochschulen fĂŒr angewandte Wissenschaften finden sich in einem Artikel vom April 2015 der Deutschen UniversitĂ€tszeitung duz Frauen, wo seid ihr?.

/dmi

Foto: Standbild aus dem Video „Professorinnen – wo seid Ihr?“ der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg und der Hochschule Bochum

 

Von der Akustik zum Hörspiel

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Foto: Sven Flessing

Wie nehmen wir Menschen mit unseren Ohren Schallwellen wahr? Und wie verarbeiten wir diese in unserem Gehirn zu KlĂ€ngen und Tönen? Diesen Fragen sind zwölf MĂ€dchen und Jungen in einem Ferien-Forscherlabor an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg nachgegangen. Dem Thema „Akustik“ haben sie sich in der ersten Ferienwoche in vielen Experimenten genĂ€hert: so etwa durch einen GerĂ€uschespaziergang durch die Hochschule und den Bau von einfachen Musikinstrumenten. Zum Abschluss haben die Nachwuchsforscherinnen und -forscher im Hörfunk-Studio am Campus Sankt Augustin das Hörspiel „Der Schatz der Stille“ aufgenommen und hierbei nicht nur die Technik bedient und die verschiedenen Rollen gesprochen, sondern als GerĂ€uschemacherinnen und -macher auch galoppierende Pferde, Schritte im Laub, Meeresrauschen und Hagel zu Gehör gebracht.

Ferienlabore fĂŒr SchĂŒlerinnen und SchĂŒler im Rahmend der nordrhein-westfĂ€lischen Initiative „Zukunft durch Innovation“ (zdi) werden von der Gleichstellungsstelle der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg schon seit 2008 Jahren angeboten. FĂŒr die Ideen und deren Umsetzung ist Ingrid KĂŒsgens verantwortlich.

/ske

Technik und Geschlecht. Wie objektiv sind Algorithmen?

Vortrag von Corinna Bath im Rahmen der Ringvorlesung „Technik- und Umweltethik“ Corinna_Bath

Am kommenden Donnerstag ist Professorin Corinna Bath zu Gast an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg in Sankt Augustin. In ihrem Vortrag widmet sie sich Fragen wie: „Welche Rolle spielt die Gleichberechtigung in der Technik-Ethik?“ und „Wie objektiv sind Algorithmen?“ Dabei skizziert die Informatikerin und Geschlechterforscherin der TU Braunschweig beispielhaft den Zusammenhang zwischen Technik, Ethik und der Geschlechterfrage. Der Vortrag am 23. Juni von 18.15 bis 19.45 Uhr in Hörsaal 4 ist öffentlich. Interessierte Zuhörer und Zuhörerinnen sind herzlich willkommen.

/kim

So sehen Ingenieurinnen aus

Fotoreportagen von Studierenden der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS)

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Als Entwicklungs-Ingenieurin bei einem Autobauer, Bergbauingenieurin im Tagebau Hambach oder Projekt-Ingenieurin bei einem Chemie-Unternehmen – es gibt sie, die Frauen, denen es Spaß macht, in diesen Bereichen zu arbeiten. Dabei können sich laut einer aktuellen OECD-Studie nur 15 Prozent der Eltern in Deutschland vorstellen, dass ihre Tochter einmal Ingenieurin wird.

Im vergangenen Semester haben Studierende des Studiengangs Technikjournalismus an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg sieben Ingenieurinnen an ihrem Arbeitsplatz mit der Kamera begleitet. Die Frauen, die in ganz unterschiedlichen Unternehmen der Region Rhein-Sieg arbeiten, haben dabei nicht nur von ihren Aufgaben und ihrem Berufsweg erzÀhlt, sondern auch einen Einblick in ihr VerstÀndnis von Technik gegeben.

Mehr Bilder und Einblicke finden Sie hier

 

Fotoprojekt mit Ingenieurinnen

Studierende der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg portrÀtieren Frauen in technischen Berufen

Im kommenden Wintersemester 2015/2016 werden Studierende Geschichten ĂŒber Ingenieurinnen und Technik in Bildern erzĂ€hlen und dabei die Frage klĂ€ren: Welche Bedeutung hat Technik fĂŒr die einzelne Person?

Unter der Leitung von Professorin Susanne Keil werden die angehenden Technikjournalisten die Möglichkeiten von Fotoreportagen ausloten und dabei insbesondere das Thema Frauen und Technik umkreisen.

Die Idee zu dem Projekt lieferte Valeria Brekenkamp mit ihrer Fotoreportage „LÖSUNGEN – Frauen in Ingenieursberufen“. Mehrere Monate begleitete sie sieben Ingenieurinnen mit ihrer Kamera und wurde dafĂŒr 2012 von der acatech mit einem Fotostipendium ausgezeichnet.

/dmi